In Erinnerung an Dani und Dennis
Gedichte und mehr

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Gedichte und mehr

(James Blunt - You are Beautiful )

Hier  zeige ich euch Bilder, Gedichte und Texte die Dani sehr mochte und wie wir uns fühlen.

 

Du gingst,
ohne dass ich mich verabschieden konnte,

 hinterließt eine unendliche Leere,
die niemand füllen kann.

 Ich stand an Deinem Grab,
doch ich konnte nicht glauben, dass Du darin liegst.

 Ich ersticke an dem Schmerz, an den Tränen.
Niemand, so scheint es, kann mir diesen Schmerz nehmen,

 denn niemand wird Dich je ersetzen.
Doch der Schmerz wird verblassen,

 irgendwann,
denn ich werde begreifen,

 dass Du für mich niemals sterben kannst,
weil Du in meinem Herz ewig lebst!

 

Dich zu verlieren war sehr schwer.
Dich zu vermissen noch viel mehr.
Aber die Erde hat kein Herz,
fühlt kein Mitleid, keinen Schmerz,
sie ist gerade wie das Meer.
Was sie einmal hat, gibt sie nicht mehr her.
Du wirst in meinem Herzen weiter leben.
Du warst mein Leben

Egal wo ich bin, egal wo ich war,
ich sah dein Gesicht es war immer da.
Nun bist du gegangen, auf ewig fort,
- an einen schöneren, seeligen Ort.

Hörst du mich da, wenn meine Seele nach dir weint,
wenn sie schmerzt und aus ganzer Kraft schreit?
Siehst du mein Herz wie es beginnt zu zerbrechen,
wie es dich vermisst und dein heiteres Lächeln?

Doch ich muss hier verbleiben,
und hoffe du wartest auf mich,
denn wir werden uns bald sehen,
- dies ist ein Versprechen an dich.

 

Es weiß ja keiner, der's nicht erlebt
wie's ist, wenn einer die Flügel hebt
und leise, leise sich auf die Reise - die letzte macht.
Es weiß ja keiner, dem's nicht geschah
wie's ist, wenn einer nun nicht mehr da.
Wenn leer die Stätte des, den man
hätte so gern noch nah.

 

 Die Zeit ist schnell vergangen, doch unsere Trauer nicht,
du bist von uns gegangen, doch aus unserem Herzen nicht.
Was wir mit dir verloren, versteht so mancher nicht,
nur die, die wirklich lieben, wissen von was man spricht.

 

Schlimmen Traum hab ich geträumt,
und wollte schnell erwachen.

Doch sah ich dann, es war kein Traum,
nur Tränen und kein Lachen.

Die Zukunft scheint mir ohne Dich
ganz ohne Sinn und Freude.

Gestern warst Du noch bei uns,
gegangen bist Du heute.

Nun da Du nicht mehr bei mir bist,
umgibt mich grauer Nebel.

In meinem wunden Herz jedoch,
da wirst Du weiterleben.

 

 Jetzt bleibt uns nichts von Dir
als die Erinnerung an
Deine Augen
Dein Lächeln
Deine Hände
in den Herzen der Menschen
die Dich lieben.

 

 
Warum blicken wir traurig ins Leere?
Warum weinen wir Tränen wie Meere?
Warum sind in unseren Herzen Risse?
Warum wohl???
Weil wir Dich vermissen!
 

Wenn ich fort bin...

Wenn ich fort bin,
Dann gebt mich frei,
Lasst mich gehen,
Es gibt so viele Dinge für mich zu sehn.
Seid dankbar für die schönen Zeiten,
Die wir zusammen verbringen durften.
Ich habe euch meine Liebe gegeben,
Und ihr wisst gar nicht,
Wie viel Glück ihr mir beschert habt.
Ich danke euch für die Liebe,
Die ihr mir gegeben habt,
Aber es ist jetzt Zeit,
Alleine weiterzugehen.
Wenn euch die Trauer hilft,
so trauert

Und dann lasst die Trauer dem Glauben weichen.
Wir müssen uns nur einen Weile trennen,
Drum haltet fest an den Erinnerungen
in eurem Herzen.
Ich werde nie weit von euch entfernt sein.
Also wenn ihr mich braucht, ruft nach mir –
Und ich werde da sein.
Auch wenn ihr mich nicht
berühren oder sehen könnt,
Ich bin euch nah –

Und wenn ihr mit eurem Herzen lauscht,

 Dann werdet ihr meine Liebe
überall fühlen können,
Ganz nah und deutlich.
Und wenn es für euch an der Zeit ist,
Diese Reise alleine anzutreten,
Werde ich euch mit einem Lächeln erwarten
Und euch in eurem neuen Zuhause begrüßen
 
 
Eine Mutter hatte ein Kind verloren. Jeden Abend ging sie ans Grab
und weinte. Als sie sich umblickte, sah sie eine Kolonne weisser Gestalten
und am Ende der Kolonne sah sie ein Kind mit einem riesigen Krug im Arm.

Der Krug war mit Wasser gefuellt. Das Kind stolperte und aus dem Krug
schwappte das Wasser. Das Kind konnte der Kolonne nicht folgen,
weil der Krug so voll und schwer war.

Die Mutter fragte das Kind, warum traegst Du diesen schweren Krug,
du bist doch viel zu klein und das Kind antwortete:
Mama, das sind Deine Traenen und ich bitte Dich, weine nicht mehr,
denn sonst kann ich meinen Freunden nicht folgen,
die Last des Kruges ist zu schwer fuer mich.
Seit diesem Tag hat die Mutter nie mehr geweint!
 
  
 
 
Immer, wenn wir von dir
erzählen
fallen Sonnenstrahlen
in unsere Herzen.
Unsere Herzen halten
dich gefangen
so, als wärst du nie
gegangen.
Was bleibt sind Liebe
und Erinnerung.
 

  

Wem nie der Tod ein Kind entrissen,

brutal und plötzlich, ohne Sinn.

Wer nie in tränenfeuchten Kissen

sein Leid erstickte und wohin
 
er sich auch wandte, fern und nah,
 
sein totes Kind nur immer sah !
 
Wer nie in unerhörtem Wehe
 
sein höchstes Glück im Sarg muss sehn,
 
vor Schmerz sich krümmt in Wahnsinnsnähe,
 
kann nie der Eltern Schmerz verstehen !

 

TOD EINER UNSCHULDIGEN

Ich ging zu einer Party, Mami, und dachte an Deine Worte. Du hattest mich gebeten, nicht zu trinken, und so trank ich keinen Alkohol.
Ich fühlte mich ganz stolz, Mami, genauso, wie Du es vorhergesagt hattest.
Ich habe vor dem Fahren nichts getrunken, Mami, auch wenn die anderen sich mokierten.
Ich weiss, dass es richtig war, Mami, und dass Du immer recht hast. Die Party geht langsam zu Ende, Mami, und alle fahren weg.
Als ich in mein Auto stieg, Mami, wusste ich, dass ich heil nach Hause kommen würde: aufgrund Deiner Erziehung - so verantwortungsvoll und fein.
Ich fuhr langsam an, Mami, und bog in die Strasse ein. Aber
der andere Fahrer sah mich nicht, und sein Wagen traf mich mit voller Wucht.
Als ich auf dem Bürgersteig lag, Mami, hörte ich den Polizisten sagen, der andere sei betrunken. Und nun bin ich diejenige, die dafür büssen muss.
Ich liege hier im Sterben, Mami, ach bitte, komm doch schnell. Wie konnte mir das passieren? Mein Leben zerplatzt wie ein Luftballon.
Ringsherum ist alles voll Blut, Mami, das meiste ist von mir. Ich höre den Arzt sagen, Mami, dass es keine Hilfe mehr für mich gibt.
Ich wollte Dir nur sagen, Mami, ich schwöre es, ich habe wirklich nichts getrunken. Es waren die anderen, Mami, die haben einfach nicht nachgedacht.
Er war wahrscheinlich auf der gleichen Party wie ich, Mami. Der einzige Unterschied ist nur: Er hat getrunken, und ich werde sterben.
Warum trinken die Menschen, Mami? Es kann das ganze Leben ruinieren. Ich habe jetzt starke Schmerzen, wie Messerstiche so scharf.
Der Mann, der mich angefahren hat, Mami, läuft herum, und ich liege hier im Sterben. Er guckt nur dumm.
Sag meinem Bruder, dass er nicht weinen soll, Mami.
Und Papi soll tapfer sein. Und wenn ich dann im Himmel bin, Mami, schreibt "Papis Mädchen" auf meinen Grabstein.
Jemand hätte es ihm sagen sollen, Mami, nicht trinken und dann fahren. Wenn man ihm das gesagt hätte, Mami, würde ich noch leben.
Mein Atem wird kürzer, Mami, ich habe grosse Angst. Bitte, weine nicht um mich, Mami. Du warst immer da, wenn ich Dich brauchte.
Ich habe nur noch eine letzte Frage, Mami, bevor ich von hier
fortgehe: Ich habe nicht vor dem Fahren getrunken, warum bin ich diejenige, die sterben muss?


Anmerkung:
Dieser Text in Gedichtsform war an der Springfield High School im Umlauf,

Nachdem eine Woche zuvor zwei Studenten bei einem Autounfall getötet wurden.
Unter dem Gedicht stand folgende Bitte:
Jemand hat sich die Mühe gemacht, dieses Gedicht zu schreiben. Gib es bitte an so viele Menschen wie möglich weiter. Wir wollen versuchen, es in der ganzen Welt zu verbreiten. Damit die Leute endlich begreifen, worum es geht!

Bitte kopiert es euch auch in euer Profil und helft mit!

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

Die Geschichte von der sehr, sehr alten Seele

  Es war einmal eine sehr, sehr alte Seele, die sehr, sehr viele Menschenleben auf der Erde gelebt hatte und deren Dasein als Seele jetzt ebenfalls fast zu Ende war, ja, bald würde sie mit der EWIGKEIT verschmelzen und ein Teil davon werden.

  Im Augenblick saß die alte Seele in der Leere zwischen ihrem letzten Menschenleben und ihrer künftigen VERSCHMELZUNG und fühlte sich ein wenig einsam. Ihre besten Freunde waren auf und davon, die alte Seele konnte sie unten auf der Erde sehen, wir jede von ihnen einen Menschen mit Eifer, Neugier und Staunen und den verschiedensten Gedanken erfüllte.

  Ich will dorthin, sagte die alte Seele. Ich habe immer noch eine ordentliche Portion Freude übrig. Ich will dorthin und sie ihnen schenken.

  Aber die Zeit, die dir vor der VERSCHMELZUNG bleibt, ist so kurz, warnte der WÄCHTER. Natürlich kannst du ihnen Freude schenken, aber wenn du nur so kurze Zeit bei ihnen bleibst, schenkst zu ihnen zugleich eine große Trauer, wenn du sie verlässt.

  Ich weiß, sagte die alte Seele. Aber ich will es trotzdem. Ich will ihnen so viel Freude schenken, dass sie ihnen danach über die Trauer hinweghilft.

  Dann soll es so sein, wie du es willst, sagte der WÄCHTER und schickte die sehr, sehr alte Seele los.

  Daraufhin bekamen ein Mann und eine Frau auf der Erde ein Kind, das sie sich schon lange gewünscht hatten. Es war ein allerliebstes Kind, das ihnen vom Tag seiner Geburt an Freude bereitete, jene ungetrübte Freude, die die Menschen empfinden, wenn ihre Seelen einander begegnen und sich voller Entzücken aus der EWIGKEIT wiedererkennen.

  Aber bleibt dir nicht nur sehr wenig Zeit? Flüsterte die Seele der Mutter der alten Seele in dem kleinen Mädchen zu.

  Die Zeit ist kurz, aber die Freude ist groß, antwortete die sehr alte Seele.

  Und obwohl die Mutter dieses Gespräch nicht hörte, weckte das Geflüster eine ahnungsvolle Unruhe in ihr, einen Hauch des Wissens, dass wir nichts auf Erden besitzen, einer den anderen nicht und nicht einmal uns selbst. Alles wird uns schließlich genommen werden, alles, was wir mit uns tragen, alle Lieben um uns herum, schließlich auch unser Leben und unser Körper.

  Aber das Mädchen wuchs heran, und die Freude, die es verbreitete, war so groß, dass die Mutter diese Gedanken vergaß. Und der Vater freute sich ebenfalls. Ja, die sehr alte Seele durfte ihre letzte Zeit genau so verbringen, wie sie es sich gewünscht hatte.

  Aber die Zeit war kurz, auch nach menschlichem Maß war sie kurz, und der Augenblick kam, da die VERSCHMELZUNG stattfinden würde. Die sehr, sehr alte Seele erhielt den Ruf, dass sie sich unverzüglich zur Zeremonie einfinden solle, und musste gehorchen.

  Für die Menschen sah es so aus, als hätte ein plötzlicher Tod das Mädchen ereilt. Ihre Trauer war maßlos, genau wie der WÄCHTER es vorhergesagt hatte. Aber da alle Erinnerungen an ihr Kind nur Freude und nichts als Freude waren, konnten sie ihre Trauer ertragen, genau wie die sehr alte Seele es vorhergesagt hatte.

  Und wo man früher die sehr, sehr alten Seelen ihr letztes Häppchen Zeit einfach in der Leere hatte absitzen lassen, bürgerte sich von nun an in der EWIGKEIT die Sitte ein, dass die alten Seelen zu Menschen, die sie brauchten, geschickt wurden, um ihnen Ihre letzte große Freude zu schenken. Die Freude gibt den Menschen die Kraft, die anschließende Trauer, die unausweichliche Trauer zu ertragen und allmählich in etwas Gutes zu verwandeln.

Auszug aus dem  Buch Du fehlst mir, du fehlst mir! Von Peter Pohl und Kinna Gieth erschienen im dtv

ML Mona Lisa

Irgendwie zurück ins Leben finden

Interview mit Petra Hohn

 

Es geschah im November 1998: Die Polizei kam zu Petra Hohn nach Hause und sagte, ihr einziger Sohn sei tot, er hätte sich das Leben genommen. Der Boden brach den Eltern unter den Füßen weg, alles hatte seinen Sinn verloren. Mühsam kämpften sie sich zurück in ein anderes Leben. Erst der Austausch mit ebenfalls verwaisten Eltern habe ihr wieder Mut gemacht, sagt Petra Hohn, die heute den Bundesverband Verwaiste Eltern leitet.

 

ZDF: Was bedeutet die Stunde Null?  

Petra Hohn: Die Stunde Null bedeutet für alle Eltern, die ein Kind verlieren, dass das Leben, wie sie es bis dahin geführt haben, beendet ist. Alle Zukunftsvisionen, was man sich vorgestellt hat von seinem Leben, sind beendet. Mit der Stunde Null beginnt eine andere Zeitrechnung.  

ZDF: Was war Ihr Weg, um aus dem Tief herauszukommen?

Zitat

„Als wir die Nachricht bekamen, unser Sohn sei tot, fiel ich erstmal in ein tiefes Loch.“

Petra Hohn

Hohn: Als wir die Nachricht bekamen, unser Sohn sei tot, fiel ich erstmal in ein tiefes Loch. Wir haben krampfhaft versucht, nach Hilfe zu suchen. Wir haben gemerkt, dass uns Therapeuten nicht helfen können, selbst stärkste Tabletten und Spritzen nahmen uns den Schmerz nicht. Dann haben wir zu den 'Verwaisten Eltern' gefunden.

ZDF: Was hat Ihnen geholfen?  

Hohn: Der Austausch mit betroffenen Menschen und deren Verständnis hat uns geholfen. So wie die Freunde unseres Sohnes, die immer gekommen sind - so schlecht wie es uns ging - die uns ausgehalten haben in ganz schwierigen Situationen. Die nicht gesagt haben: 'Ach es muss jetzt wieder werden. Lass das doch mal.' Sie sind gekommen, haben sich abgewechselt und waren einfach nur da für uns. Das hat uns unwahrscheinlich viel Kraft gegeben.  

ZDF: Was bedeutet es, wenn man das einzige Kind verliert?

Zitat

„Es ist egal, wie viele Kinder ich noch habe. Ich trauere um dieses eine Kind, das gestorben ist. Aber im Lauf der Jahre verändert sich die Trauer.“

Petra Hohn

Hohn: Das einzige Kind zu verlieren, ist ein anderer Trauerweg, als wenn man noch andere Kinder hat. Am Anfang sind die Gefühle um den Verlust des Kindes fast gleich. Es ist egal, wie viele Kinder ich noch habe. Ich trauere um dieses eine Kind, das gestorben ist. Aber im Laufe der Jahre verändert sich die Trauer. Die Sinnfrage ist bei Eltern, die noch Kinder haben, anders. Sie orientieren sich an den noch lebenden Kindern, die ihre Zuneigung besonders in ihrer eigenen Trauer auch brauchen. Anders ist es bei Eltern, die keine Kinder mehr haben. Da bricht das weg. Jüngere Eltern versuchen eine neue Elternschaft, andere versuchen zu adoptieren oder engagieren sich, so wie wir, anderen zu helfen. Diese Eltern, die keine Kinder mehr haben, finden einen anderen Weg, der natürlich nicht mehr in einer großen Familie ist.

ZDF: Sie leiten eine Gruppe für ältere Eltern. Was ist das besondere bei diesen Eltern?  

Hohn: Eltern, die ihre erwachsenen Kinder verloren haben, haben einen anderen Trauerweg. Jeder Trauerweg ist individuell, jeder Mensch trauert anders, egal, wie alt das Kind war. Gerade bei Menschen, die ihre Kinder im hohen Alter verlieren, die 70 oder 80 Jahre alt sind, oder noch älter, für die ist es sehr schwer, einen Weg aus dieser Trauer heraus zu finden. Krankheiten wie Demenz und Alzheimer können durch den Tod des Kindes früher ausgelöst werden. Für ältere Eltern ist es sehr schwer, jeden Tag ein Sinnbild zu bekommen. Wir haben Ideale und Vorstellungen, und wenn man älter wird, hofft man häufig auf seine Kinder, seine Enkel. Wenn man das aber nicht mehr hat, fühlt man sich allein und abgestürzt.  

ZDF: Haben es ältere Eltern also schwerer?

Zitat

„Ältere Eltern haben ganz extrem diese Angst, einsam zu sterben. Die kommt bei ihnen akut, weil sie schon in der letzten Lebensphase sind. “

Petra Hohn

Hohn: Es ist ein schwierigerer Weg. Man erkennt in der Arbeit mit den Älteren, dass sie die Angst vor dem Tod nicht mehr haben. Aber sie haben ganz extrem Angst, einsam zu sterben, weil sie schon in der letzten Lebensphase sind. Angst vor dem einsamen Tod haben wir alle, die wir ein Kind verloren haben. Aber gerade wenn man älter ist, ist es ganz intensiv. Diese Sinnfrage, dass der Sohn einen besuchen kommt, wenn man im Krankenhaus liegt, dass die Tochter einen im Altenheim besucht, das ist alles nicht mehr da. Man ist allein, man fühlt sich einsam und verlassen und das verstärkt den Verlust extrem.

ZDF: Wie würden Sie ihr Leben heute beschreiben?  

Hohn: Wenn mir jemand vor zwölf Jahren, als unser Sohn starb, gesagt hätte, dass ich weiterleben kann und auch wieder Freude am Leben finden kann, hätte ich ihm das niemals geglaubt. Es ist schwierig Menschen zu motivieren, die am Anfang des schweren Trauerwegs stehen. Ich kann nur Mut machen, es verändert sich, wir müssen es nur zulassen. Heute unser Sohn bei uns seinen Platz eingenommen. Er ist überall wo wir hingehen. Wir denken jeden Tag an unseren Sohn, aber nicht mehr mit diesem Schmerz, mit dieser Schwere, sondern mit einer Lebendigkeit und Dankbarkeit, dass wir ihn 18 Jahre haben durften. Durch den sozialen Kontakt zu seinen Freunden ist er präsent. Ich kann nur allen Eltern Mut zusprechen, weiterzugehen, auch für die Kinder, die nicht mehr hier sind.

Infobox

Buchcover: "Plötzlich ohne Kind". Quelle: Gütersloher Verlagshaus
Gütersloher Verlagshaus

Buchtipp:

Petra Hohn
"Plötzlich ohne Kind"
Gütersloher Verlagshaus
1. Auflage
ISBN-13: 978-3579068206

 

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